Rebel Diaz

Rebel Diaz sind Rodstarz (MC) und G1 (MC/ Produzent), die sich seit einigen Jahren nicht nur in der South Bronx einen Namen gemacht haben.

Die Geschichte der beiden chilenischen Brüder, die in Chicagos North Side aufwuchsen, sich dem soziopolitischen Aktivismus aufgrund der wirtschaftspolitischen Ausbeutung und Unterdrückung verpflichteten, in die South Bronx zogen und nun durch die Welt reisen, hat viele Stationen. Fasst man sie zusammen, von den eigenen politischen Erfahrungen in Chile und dann in den Staaten, hin zum ersten Auftritt 2006 am historischen Immigrants Rights March in New York City vor einer halben Million Menschen, verkörpern sie die globale Kraft des Hip Hop in Verbindung zu politischem Aktivismus.

Doch es ist nicht 'stricly revolutionary rap', sondern Musik mit Einflüssen von Boom Bap über Dirty South hin zu Südamerikanischem Folk. Der internationale Charakter ihrer Musik spiegelt sich nicht nur in den kritischen Lyrics wieder, die soziale Ungleichheiten und Ungerechtigkeiten, sowie aktiven Widerstand thematisieren, sondern auch in ihrem Sound und ihren Live-Shows. Sie haben bisher reichlich Touren in den Staaten gehabt und die Bühne mit u.a. Common, Mos Def, Public Enemy, Dead Prez, Rage Against the Machine oder auch Mala Rodriguez geteilt. Von Guatemala, Venezuela und Chile nach Spanien oder Deutschland waren sie in weiten Teilen der Welt und haben nicht nur gerappt:

Rebel Diaz identifizieren und positionieren sich in einer Geschichte des politischen Widerstands durch Musik. Hip Hop ist dabei ein Tool im größeren Kampf gegen Unterdrückung. Dementsprechend ist Musik-Machen auch nicht das Wichtigste oder Bedeutsamste, sondern eher die Community Arbeit. Rebel Diaz bringen enorm viel Erfahrung in Community Organizing und Social Work mit sich – durch ihre Vergangenheit, aber v.a. ihrem Engagement in Youth Empowerment Arbeit und kultureller Bildung in marginalisierten Communities. Dieses Engagement mündete in der Gründung des eigenen Kollektivs: Dem Rebel Diaz Arts Collective, das es seit 2009 gibt. (RDAC Film: http://vimeo.com/18034913) Das Arts Collective ist ein Ort, in welchem “Kultur” als Mittel der Bildung und des Self- Empowerment ausgeschöpft werden soll. Somit soll durch Auftritte, Workshops, Multi-Media Training, Vorführungen, Diskussionen, Filmabende uvm. ein Ort für inter- und intrakulturellen Austausch geschaffen werden.

“We aim to provide an alternative to the profit-driven mass media that imposes values destructive to our community. By promoting a sense of community ownership, agency, and responsibility through the arts, we can begin to more effectively address the larger issues of gender, racial, and economic inequality in the South Bronx and beyond.”

Doch ihr Engagement bleibt nicht nur in der Bronx, sondern trägt sie durch die Weltgeschichte. Als “full time teaching artists” sprechen Rebel Diaz auf Tagungen, Konferenzen oder Projekten, machen Rebel Diaz Workshops und performen an Universitäten und Schulen. Dabei liegt der Fokus der Arbeit auf den Schnittstellen der Hip Hop Kultur, Selbstbehauptung, Immigration und Neo-Liberalismus.

Rebel Diaz haben bisher zwei Mixtapes veröffentlicht: Otra Guerrillera Mixtape Vol. 1 und Otro Guerrillero Mixtape Vol. 2.

Das Debüt “The Radical Dilemma” erschien im Dezember 2013. In Zusammenarbeit mit dead prez, Rakaa Iriscience, YC the Cynic, Homeboy Sandman und vielen anderen ist ein richtig gutes Album herausgekommen. Seit dem touren sie durch Las Amerikas. Im Januar spielten sie in Los Angeles, Santa Ana, Watsonville und San Francisco. Den Februar tourten sie durch Chile, spielten in Valparaiso, Santiago de Chile und auf dem Summer Festival in La Serena.